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Welpenaufzucht

 

Wie wachsen die Welpen in den ersten 9 Wochen ihres Lebens auf?

Die Wurfkiste steht im Schlafzimmer. In diesem Zimmer schläft die Mutterhündin ab dem 56. Tag der Trächtigkeit, also eine Woche vor dem errechneten Geburtsttermin. Im Haus bei uns hält sie zwei Wochen vor dem Geburtstag auf, wenn es ein ständig im Hauhalt wohnender Haushund ist, ist sie sowieso immer da. Die kleinste Unregelmässigkeit würde meinen Schlaf unterbrechen. Eine optimale Kontrolle ist so vor der Geburt der Welpen und in den ersten Lebenswochen der Welpen gewährleistet.

Eigentlich beginnt die Geburt schon eine Woche vorher mit den Vorbereitungen. Da ich meine, dass es wie bei Menschengeburten auch bei Hunden wichtig ist, dass es der Mutter bestens geht und sie stressfrei die Nähe zu ihren geliebten Menschen in der Zeit vor der Geburt hat, bleibt die Hündin ständig bei mir. Die Nächte sind dann zwar oft unterbrochen und kurz, aber die Bindung aneinander und das Vertrauen werden sehr intensiviert. Auch ist eine permanente Überwachung möglich, falls mal vorzeitig Wehen einsetzen oder es Komplikationen geben sollte.

Die Geburt findet unter meiner ständigen Anwesenheit statt. Da sich eine Geburt über viele Stunden hinziehen kann, kümmert sich mein Mann in der Zeit um die anderen Hunde und die Kinder.

Das Erlebnis Geburt der Welpen ist für mich immer etwas Besonderes. Einerseits bin ich sehr gespannt auf das, was da kommen wird, andererseits gebe ich einen sicheren, ruhigen Pol für meine Hündin, in engem Kontakt mit meinem Tierarzt, um keine Risiken einzugehen.

Die Welpen bleiben nach der Geburt in der Wurfkiste - bei Bedarf - auf ihrer Heizplatte oder unter einer Rotlichtlampe oder nahe der Heizung, wo sie geschützt und warm vor neugierigen Nasen (sprich den anderen Hunden) ihre ersten zwei Woche verbringen können.

Normalerweise ist der Besuch der anderen Hunde beim Nachwuchs ab der dritten/vierten Woche kein Problem.

Ab der vierten Lebenswoche verlassen die Welpen kurz die Kiste, ab der fünften Woche regelmässig und sie können nach Belieben aus der Kiste heraus und ihre Umgebung erkunden - den Wohnbereich zunächst. Je nach Wetter geht es dann ab vier Wochen Lebensalter in den Garten.

Sie kommen in täglichen Kontakt mit heranwachsenden Welpen, Junghunden und älteren Dackeln. Von allen lernen sie den sozialen Umgang, der wichtig für das ganze weitere Leben ist. Sie haben täglich unsere Kinder um sich herum, die meisten lieben Kinder für den Rest ihres Lebens. Durch unseren großen Schäferhundmischling mögen sie von Anfang an große Hunde.

Im Alter von zwei Wochen werden die Welpen das erste Mal entwurmt, dann in einem Abstand von zwei Wochen regelmäßig wieder, die Mutterhündin ebenfallsb bis zur Abgabe. Wir entwurmen mit Welpan, das haben alle bislang immer gut vertragen. Im Alter von zwei Wochen wird es mit der Spritze ins Mäulchen gegeben, ab vier Wochen wird es einzeln serviert in Fleisch gegeben.

 

 

Ab drei Wochen erhalten die Welpen feste Nahrung zusätzlich zur Muttermilch, die innerhalb von sieben Tagen auf regelmäßig drei Mahlzeiten zu immer gleichen Tageszeiten ausgedehnt werden. Die Welpen werden an das Tragen von Bändern (es handelt sich um Katzenhalsbänder, die sich auf Zug öffnen, sodass niemals eine Gefahr davon ausgeht) um den Hals gewöhnt und an leichtes Bürsten. Auch lernen sie jetzt alle möglichen Haushaltsgeräusche kennen, wie z.B. den Staubsauger, Küchenmaschine, Waschmaschine, Trockner, Rasenmäher, Automotor, Föhn usw.

 

Eine langsame Gewöhnung an das Autofahren beginnt in der sechsten Lebenswoche. Hierzu werden die Welpen in einer Box sicher transportiert: Zunächst nur fünf Minuten pro Fahrt bis zu einer halben Stunde Autofahrt am Stück im Alter von acht Wochen. Es werden für die Welpen fremde Orte besucht (Eltern- und Schwiegerelternhaus der Züchterin, Freunde, Tierarztpraxis, der “Steinsvorder See” mit Häuschen usw.)

 

Schon ab der ersten Lebenswoche kommen regelmäßig verschiedene Besucher, so dass sich die Welpen an unterschiedliche Menschengerüche und -stimmen gewöhnen. (Z.B. sind Eltern und Schwiegereltern sowie Schwager und Freunde gern gesehene Besucher! - und wenn möglich ab fünf Wochen Alter natürlich auch vor allem die zukünftigen Besitzer!!!)

Im Laufe der Zeit sind die Welpen mit den anderen älteren Dackeln im Garten unterwegs. Sie lernen Sozialverhalten, müssen mit jungen Hündinnen anders umgehen als mit den älteren Rüden.

Durch Jesse unseren Schäferhund-Husky-Mix kennen sie keine Angst vor größeren Hunden.

 

 

 

 

 

 

Spielend und kämpfend wird alles erkundet. Drinnen und draussen. In den unterschiedlichen Ausläufen.

 

 

 

 

Sind die Welpen dann acht Wochen alt, erfolgt die Grundimmunisierung - die erste Impfung - durch den Tierarzt, der auch die Gesundheitsprüfung übernimmt. Die Welpen werden gechippt.

Normaler Abgabetermin ist bei uns ab 9 Wochen. Wir richten uns aber ganz nach den Zeitplänen der neuen Besitzer, so dass viele auch bis zur 10. bis 13. Woche bleiben, was für die Entwicklung der Welpen sehr gut ist.